KI & Recht – Der EU AI Act in der Unternehmenspraxis
Der EU AI Act schafft einen horizontalen, risikobasierten Rechtsrahmen für KI-Systeme in der EU und knüpft Pflichten an den potenziellen Schaden eines KI-Systems. Der Kurs übersetzt diese Logik in praxisnahe Schritte: Einordnung nach Risikostufen, Rollenverständnis (Anbieter/Anwender) und ein Umsetzungsfahrplan bis zur Compliance.
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KI-Regulierung in der EU (5:12)
Kapitel 1 ordnet ein, warum KI reguliert wird und wie der EU AI Act grundsätzlich aufgebaut ist. Schwerpunkt liegt auf der Kerndefinition: Regulierung folgt einem risikobasierten Ansatz, bei dem Pflichten proportional zum potenziellen Schaden des KI-Systems steigen.
- Der EU AI Act als horizontaler, risikobasierter Rechtsrahmen zur Regulierung von KI basierend auf potenziellem Schaden
- Grundprinzip „risikobasiert“ als Leitplanke für Einordnung und Aufwand
- Startlogik für Unternehmen: Use-Cases inventarisieren, Zweck und Betroffenheit beschreiben
Use-Case-Liste erstellen: Name, Zweck, Datenquellen, betroffene Personen/Prozesse, Entscheidungseinfluss.
Der AI Act entschlüsselt (7:56)
Kapitel 2 erklärt die Bausteine des Acts und führt in die Systematik ein: Risiken und Herausforderungen, Kernlogik über Risikostufen, Rollen und Pflichten sowie der Weg zur Compliance. Sonderfall GPAI (General Purpose AI) wird als eigenständiges Thema eingeordnet.
- Überblick über die Kernbausteine: Risiken & Herausforderungen, Act entschlüsseln, vier Risikostufen, Rollen & Pflichten, Pfad zur Compliance
- Sonderfall GPAI für Basismodelle: technische Dokumentation als Anbieterpflicht, Beachtung von EU-Urheberrecht beim Training, Bewertung systemischer Risiken bei sehr leistungsfähigen Modellen
- Relevanz für Unternehmen: Pflichten hängen davon ab, ob du Anbieter, Integrator oder Anwender bist
Für jeden Use-Case festlegen, ob dein Unternehmen Anbieter, Anwender oder beides ist; offene Punkte für Anbieter-/Tool-Anfragen markieren (Dokumentation, Modellherkunft, Nutzungsbedingungen).
Rollen & Pflichten (5:37)
Kapitel 3 stellt die Pflichten von Anbieter und Anwender gegenüber und macht daraus ein handhabbares Aufgabenpaket. Schwerpunkt liegt auf organisatorischen und operativen Pflichten, die im Alltag nachweisbar umgesetzt werden müssen.
- Pflichten des Anbieters: Risikomanagement implementieren; hochwertige Daten sicherstellen; technische Dokumentation erstellen; Transparenz über Fähigkeiten; Design für menschliche Aufsicht; Robustheit & Sicherheit gewährleisten
- Pflichten des Anwenders: System gemäß Anweisungen nutzen; Betrieb überwachen; Protokolle aufbewahren; menschliche Aufsicht gewährleisten; Personal qualifizieren; Vorfälle dem Anbieter melden
- Ableitung von Verantwortlichkeiten und Nachweisen aus der Rollenverteilung
Pflichtenmatrix anlegen: Spalte Anbieter / Spalte Anwender / Spalte Nachweis (Dokument, Prozess, Log, Schulungsnachweis, Meldeweg).
Weg zur Compliance (8:16)
Kapitel 4 übersetzt die Systematik in einen Umsetzungsweg: Einordnung nach Risikostufen, konkrete Governance-Elemente und technische/organisatorische Leitplanken. Schwerpunkt liegt auf menschlicher Aufsicht und harmonisierten Standards als Orientierung für die Umsetzung.
- Einordnung nach Risikostufen: Der AI Act kategorisiert Systeme nach Risikostufen von minimal bis inakzeptabel
- Menschliche Aufsicht als praktisches Prinzip: „in the loop“ (genehmigt), „on the loop“ (überwacht), „in command“ (beaufsichtigt)
- Harmonisierte Standards: technische Spezifikationen, deren Einhaltung eine Konformitätsvermutung bieten kann
- Umsetzung als Roadmap: Einordnen → Rollen klären → Pflichten/Nachweise definieren → Betrieb stabilisieren
5-Schritte-Plan je Use-Case: Risikostufe (Arbeitshypothese), Rolle, Pflichtpaket, Nachweise, Betriebsprozess (Monitoring/Logs/Vorfälle/Schulung).
Kursunterlagen
KI & Governance – Der EU AI Act in der Unternehmenspraxis – PDF bündelt Folien und unterstützt das Nachlesen sowie die interne Weitergabe im Team.

Umwelt-Campus Birkenfeld (UCB)

Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
Projektträger: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
